RShare Dokumentation
From Planet Peer Wiki
Was ist RShare?
RShare ist ein Peer-to-Peer Filesharing Netzwerk zum Austausch von Dateien über das Internet. Das Besondere an RShare: Sowohl bei der Dateisuche, beim Download als auch beim Upload von Dateien sind die Nutzer anonym und somit vor einer Überwachung ihrer Aktivitäten sicher.
RShare ist ein junges und ambitioniertes Softwareprojekt. Im Gegensatz zu anderen anonymen Filesharing Programmen wird RShare schnell weiterentwickelt. Damit kommt das Projekt von Tag zu Tag dem Ziel näher, den Nutzern von eMule und Co. eine sichere und komfortable Alternative anbieten zu können. Bereits heute lädt man mit RShare sicher und anonym.
Was ist RShare und was StealthNet?
Viele mögen sich fragen, was eigentlich RShare, und was StealthNet ist. Diese Verwirrung ist jedoch relativ leicht zu beseitigen, denn der damalige RShare-Client wurde durch die Übergabe an das neue Entwicklerteam in StealthNet umbenannt. Das Netzwerk wurde jedoch nicht umbenannt, der der damalige Hauptentwickler RShares sich intensiver um dieses kümmern wollte. Somit haben wir den heutigen Zustand, dass StealthNet der Standardclient für das RShare-Netzwerk ist.
Man braucht sich also nicht wundern, wenn man keinen aktuellen RShare-Client mehr findet, denn dazu gibt es nun StealthNet, welches sehr aktiv und ambitioniert entwickelt wird und mit immer neuen Features glänzt.
Wozu wird RShare gebraucht?
Herkömmliche Peer-to-Peer Filesharing Netzwerke sind nicht anonym. Jeder Teilnehmer kann anhand seiner IP-Adresse eindeutig identifiziert und seine Handlungen im Netzwerk aufgezeichnet werden.
Firmen, Organisationen und Behörden weltweit machen sich dies aus verschiedenen Gründen zunutze, um die Anbieter oder Empfänger bestimmter Dateien ausfindig zu machen. RShare schützt die Netzwerkteilnehmer vor dieser Art der Internetüberwachung und gibt ihnen damit einen Teil ihrer Freiheit bei der Internetnutzung zurück.
Wie wird bei RShare Anonymität hergestellt?
Bei RShare gibt es im Gegensatz zu serverbasierten Peer-to-Peer Filesharing Systemen (eDonkey2000 Netzwerk) keine zentralen Server, die eine Zuordnung von IP-Adressen zu angebotenen Dateien vornehmen und dadurch ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellen (Fakeserver).
Außerdem sind Anbieter und Empfänger von Dateien im Gegensatz zu normalen serverlosen P2P-Netzwerken (FastTrack/Kazaa, Kademlia, Gnutella, Bittorrent) bei RShare nicht direkt mit einander verbunden. Stattdessen wird der gesamte Datenverkehr über mehrere Netzwerkknoten (andere Clients) geleitet.
Die IP-Adressen der Anbieter und Empfänger von Dateien bleiben somit bei RShare verborgen. An ihre Stelle treten 96-stellige so genannte RShare IDs, die mit den IP-Adressen nicht in Verbindung gebracht werden können.
Zusätzlich werden alle Daten zwischen den Netzwerkknoten verschlüsselt übertragen. Internet-Service-Provider oder Betreiber von Proxyservern können dadurch die übertragenen Daten nicht analysieren und auf die Nutzung von Filesharing-Diensten schließen.
Das “Who is Who” von RShare
Alle Nutzer der StealthNet Filesharing-Software (RShare Client) sind Teilnehmer am RShare Netzwerk. Dieses ist komplett vom Rest des Internets abgeschirmt. Um Verbindungen zu anderen Teilnehmern aufnehmen zu können, werden die Webcaches benötigt.
Webcaches speichern die IP-Adressen und die Ports anderer Teilnehmer des RShare Netzwerks so lange, bis diese sich wieder vom Netzwerk abgemeldet haben. Eine längerfristige Sicherung der Daten in einer Logdatei findet nicht statt. Auf Anfrage neuer Teilnehmer am RShare Netzwerk reichen die Webcaches die Verbindungsinformationen weiter und ermöglichen dadurch den Verbindungsaufbau.
Mit den freigegebenen Dateien und den konkreten Handlungen der Netzwerkteilnehmer kommen die Webcaches nicht in Berührung. Sie sind daher auch nicht mit den Servern in nichtanonymen Netzwerken zu vergleichen. Zu den Webcaches bestehen auch nur temporäre Verbindungen zum Zwecke des Verbindungsaufbaus oder des Abmeldens aus dem Netzwerk.
Jeder am Netzwerk angemeldete RShare Client ist automatisch ein Netzwerkknoten (Node), über den ein Teil des Datenverkehrs geleitet wird. Auf diese Weise werden die indirekten Verbindungen zwischen den Anbietern und den Empfängern von Dateien ermöglicht. Werden Nodes selbst aktiv, etwa durch Dateisuchen, Downloads oder Uploads, werden sie als Peers bezeichnet.
Zwischen den RShare Teilnehmern (Nodes und Peers) bestehen verschlüsselte Verbindungen (Connections). Jeder Client hält jedoch nur eine kleine Anzahl direkter Verbindungen zu anderen Nodes bzw. Peers.
Wie funktioniert die Anmeldung am RShare Netzwerk?
Wie bereits erwähnt, werden für die Anmeldung am RShare Netzwerk die Webcaches benötigt. Der StealthNet Client baut hierzu eine http-Verbindung zu mehreren Webcaches auf (Ziffer 1) und übermittelt diesen die eigene IP-Adresse und den eigenen Port. Im Gegenzug erhält der Client von den Webcaches die IP-Adressen und Ports mehrerer anderer Teilnehmer.
Anschließend beendet der Client die Verbindung zu den Webcaches wieder. Mit Hilfe der nun bekannten IP-Adressen und Ports baut dieser jetzt verschlüsselte Verbindungen (Connections) zu mehreren anderen Teilnehmern (A, B und C) auf (Ziffer 2).
Wie funktioniert die Dateisuche bei RShare?
Bei der Dateisuche wird zunächst die Suchanfrage an die direkt mit dem eigenen Client verbundenen Nachbarnodes gesendet (Ziffer 1). Diese übergeben einerseits eigene Suchergebnisse an das Netzwerk. Andererseits reichen sie die Suchanfrage aber auch an ihre eigenen Nachbarnodes weiter. Dadurch dehnt sich der abgesuchte „Raum“ des Netzwerks Stück für Stück aus (Ziffer 2).
Alle Suchergebnisse werden gemeinsam mit der RShare ID der Anbieter zum Zwecke der Anonymisierung über mehrere Nodes durch das RShare Netzwerk geroutet. Damit wird sichergestellt, dass der anfragende Client niemals Ergebnisse von einem seiner Nachbarn über eine direkte Verbindungen erhalten und somit dessen IP-Adresse mit den Suchergebnissen oder der RShare ID in Verbindung bringen kann.
Wie funktionieren die Downloads bei RShare?
Wird von einem Client ein Download angefordert, wird diese Anforderung über mehrere Nodes durch das RShare Netzwerk zum Anbieter der Datei gesendet (Ziffer 1). Dieser übergibt nacheinander Segmente der Datei an den anfragenden Nachbarnode. Dieser reicht diese wiederum weiter an den Node, der die Datei zuvor bei ihm angefragt hat usw.
Der Download wird also im Idealfall auf gleicher Route zurück durch das Netzwerk geleitet, den zuvor bereits die Download-Anforderung gegangen ist (Ziffer 2). Sollte unterwegs jedoch ein beteiligter Node ausfallen, wird das Dateisegment gemeinsam mit der ID des Empfängers an das Netzwerk übergeben und erreicht diesen auf einer neuen Route (Ziffer 3).
Bilder und Dokumentation: philharmoni





